Thread zur Rolle des Jetstreams für sommerliche Wetterextreme. Nach der Juni-Rekordhitze in den USA zeigte der Bericht des World Weather Attribution Projekts (27 Autoren) das folgende Bild (und Text dazu!) der beobachteten Temperaturtrends in der Atmosphäre. 1/9

Nov 10, 2021 · 5:12 PM UTC

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Man sieht klar: bis zur Höhe des Jetstream hat sich die Troposphäre über der Arktis viel mehr erwärmt als die Tropen. Das schwächt den Jetstream (dafür kommt es auf die ganze Luftschicht darunter an) sowie das Westwindband in Bodennähe („storm track“). 2/9
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Tatsächlich haben Prof. Coumou (Uni Amsterdam) & Kollegen eine Abschwächung des sommerlichen Jetstream und der Westwinde in Messdaten belegt, was persistente Wetterlagen begünstigt. (Science 2015, Nature Comms. 2018). 3/9
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Die Frankfurter Allgemeine schrieb am Sonntag, Eisbohrkerndaten würden belegen, „dass der Höhenwind sein Verhalten gegenüber der Zeit davor nicht geändert hat“. Ich habe die Studie anders gelesen und daher ihren Erstautor Matt Osman gefragt. Hier seine Antwort. 4/9
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Für die Zukunft muss man Klimamodelle heranziehen. Was die vorherige (CMIP5) und die aktuelle (CMIP6) Modellgeneration zeigen sieht man hier. Eine deutliche Abschwächung (blau) der sommerlichen Westwinde – noch stärker in den neueren Modellen. 5/9 agupubs.onlinelibrary.wiley.…
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Aktuell berichtet der Britische Wetterdienst über neueste Simulationen, die eine massive Zunahme von Extremregen zeigen, „not only because of higher moisture and updraft velocities, but also due to slower storm movement, increasing local duration“. 6/9
Replying to @MetOffice_Sci
A recent study from @metoffice & @UniofNewcastle scientists found that slow-moving storms with potential for high rainfall accumulations are projected to be 14 x more frequent over land across Europe by the year 2100 Learn more: bit.ly/3CUVbPK #MetOfficeCOP26 #COP26
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All diese Evidenz (es gibt viel mehr) kann und soll man kontrovers diskutieren. Dabei sollte aber bei drei vollen FAZ-Seiten möglich sein, das Für und Wider abzubilden. Der Artikel weckt den falschen Eindruck, Daten und Modelle würden keine Jetstream-Abschwächung zeigen. 7/9
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Ich hatte dem Autor @PresseFrey am 25.10. empfohlen, Prof. Coumou zu kontaktieren & ihm dessen Mailadresse geschickt. Hat er laut Coumou nicht getan. Auch @TerliWetter, den er in dem Artikel haltlos angreift, hat er nicht kontaktiert. Sieht so guter Journalismus aus? @faznet 8/9
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Ich frage mich inzwischen angesichts seiner früheren Artikel auch, ob er womöglich voreingenommen an das Thema herangegangen sein könnte? Und ob ihn die zahlreichen Belege *für* Veränderungen im Jetstream überhaupt interessierten? 9/9
Wussten Sie schon? Die Sorge ums Klima ist nur deutsch: "Wer hatte Angst vor dem Klimawandel? Natürlich die Deutschen – wir haben ja immer Angst." Und warum? "Viele Klimatologen haben Alarmismus betrieben." Von Andreas Frey, Journalist, Sieben Thesen zur Klimaforschung
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P.s. Der Vollständigkeit halber hier nochmal dieses.
Drei Seiten in der Sonntags-FAZ zum Jetstream! Erst Freude – in die sich bald Enttäuschung mischte, denn neben viel Richtigem vereinfacht die FAZ eine differenzierte Fachdiskussion auf ein simples Schwarz-Weiß-Narrativ: schwächt sich der Jetstream ab oder nicht? 1/n
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Replying to @rahmstorf
Wann kommt die katastrophenmeldung?
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Waren Dir wohl noch nicht genug Katastrophen so weltweit so...?!
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